Im Rahmen des Jahresthemas «Brücken ins Dorf» organisierten zwei Lehrpersonen einen besonderen Tag für den 2. Zyklus. Rund 95 Kinder der 3. bis 6. Klasse setzten sich am Dienstag, den 4. November, einen Tag lang aktiv mit ihrem Wohnort Bottighofen auseinander.
Es wurden drei Aktivitäten angeboten, die die Kinder alle abwechselnd in altersdurchmischten Gruppen absolvierten: Auf dem Bottitrail, einem OL wurde sich nicht nur sportlich bewegt, sondern auch, wie nebenbei, viel über das Dorf und seine Eigenheiten erfahren und gelernt. Im Schulgebäude wurde die Gemeinschaft gepflegt, zusammen Kapplahölzer bemalt und damit Brücken, sowie Türme gebaut. Im Bunkermuseum wurde sich altersgerecht mit der Geschichte und der Tatsache, weshalb noch heute sehr viele Bunker, auch in den Wohngebieten stehen, auseinandergesetzt.
Bottitrail: Die Herausforderung, die Landkarten auf dem Bottitrail richtig zu halten und die jeweiligen Posten zu finden, war gross. Viele Nebenwege wurden entdeckt und manchmal auch ein Umweg genommen. Pro Gruppe hatte immer ein Kind ein Handy dabei, um die jeweiligen QR-Codes der insgesamt 9 Stationen zu scannen und die hinterlegten Texte zu lesen. Die Kinder haben die Fragen im Begleitdossier sehr gewissenhaft beantwortet und am Ende sind alle wieder wohlbehalten, stolz und um einige Erfahrungen reicher, beim Schulhaus angekommen.

Malen und Bauen: Die gestalterische Auseinandersetzung mit Brücken und auch Türmen fand im Schulhaus statt. Mit Freude und Engagement haben die Kinder nicht nur Kapplahölzer bemalt, sondern damit auch gebaut. Es gab komplizierte Vorlagen, die nachgebaut wurden, aber auch eigene Kreationen. Die altersdurchmischte Zusammenarbeit stand hier im Vordergrund und die Kinder haben sich gerne auf dieses Angebot eingelassen. Nach diesem Tag werden die Hölzer zum Weiterbauen zum Thema «Brücken ins Dorf» verwendet werden.

Museumsbunker: Auf den ersten Blick sieht der Bunker, der an der Hauptstrasse liegt, wie ein normales Wohnhaus aus und ist vielen Einwohnern nicht bekannt. Bis 1991 wurde der Bunker aktiv vom Militär genutzt. Anschliessend wurde er in ein Museum umgenutzt. Vorgestellt und aktiv erlebbar gemacht wurde zum einen der ehemalige Waffenbereich und Keller, zum anderen das Leben an sich, wie z.B. das Gebäude, die Ausrüstung, die Versorgung usw. und zum dritten die Geschichte hinter den vielen Bunkern, die rund um Kreuzlingen, am Ober- und Untersee zu finden sind. Auch in Bottighofen gibt es zahlreiche grosse und kleine Bunker, sowie Geheimgänge und vieles mehr, teilweise versteckt, teilweise weit sichtbar.

Die drei Experten des Festungsgürtels Kreuzlingen gingen auf alle Fragen der Kinder altersgerecht ein und gestalteten die Führungen abwechslungsreich, informativ und auch ein bisschen abenteuerlich – erleichternd war für viele zu erfahren, dass diese Anlage zwar zur Verteidigung gebaut, aber glücklicherweise nie gebraucht wurde und inzwischen als Museum dient. Dieser Ausflug war eine spannende Reise in die Zeit, der Urgrosseltern und teilweise auch der Grosseltern.
Der Erlebnistag «Brücken ins Dorf» hat nicht nur die Gemeinschaft unter den Kindern gestärkt, sondern auch dazu beigetragen, Bottighofen und seine Besonderheiten näher kennenzulernen, sowie den eigenen Lebensraum besser zu verstehen – eine spannende Ergänzung zum klassischen Unterricht.
Bericht: Caroline Hofmann, Klassenlehrperson Kl. 3/4 MS-A